Proteine
Proteine, auch Eiweiße genannt, sind Nährstoffe und bestehen aus großen Molekülen, die sich aus Aminosäuren zusammensetzen. Proteine sind die Grundbausteine des Lebens und erfüllen im Körper wichtige Aufgaben.
Proteine sind unentbehrlich zum Aufbau und zur Regeneration von Körperzellen und Gewebestrukturen. Die Aminosäuren werden in essentielle (Thryptophan, Isoleuzin, Leuzin u.a.) und nicht essentielle Aminosäuren (Zystein, Glutaminsäure, Alanin u.a.) unterteilt. Nicht essentielle Aminosäuren werden im Körper synthetisiert, während essentielle Aminosäuren mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Zu den vielfältigen Aufgaben der Proteine gehört beispielsweise der Transport von Sauerstoff im Blut (Hämoglobin). Das Protein Ferritin speichert Eisen, Myosin sorgt für die Kontraktion der Muskeln, das Protein Kollagen sorgt für eine feste und gut strukturierte Haut, Bindegewebe und Knochen. Antikörper-Proteine stärken die Immunabwehr und die Proteine im Gehirn sind wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen.
In Industrieländern kommt es leicht zu einem Eiweißüberschuss mit der Nahrungsaufnahme. Überschüssiges Eiweiß wird verbrannt und nur bei Fehlen von Fetten und Kohlenhydraten zur Energiegewinnung genutzt. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Eiweißzufuhr von bis zu einem Gramm pro Körpergewicht. Sportler und Schwangere sowie Stillende haben einen erhöhten Proteinbedarf.
Wird während der Wachstumsphase nicht ausreichend Eiweiß mit der Nahrung zugeführt, kann es zu einer körperlichen und geistigen Unterentwicklung kommen. Proteinmangel zeigt sich auch in Haarausfall (Haare bestehen zu 97-100% aus Keratinproteinen), im Extremfall sogar in einem so genannten Hungerbauch, bei dem der Bauch durch Wasserödeme aufgebläht ist. Auch Muskelschwäche ist ein Zeichen von Eiweißmangel, denn der Körper baut bei zu geringer Proteinzufuhr die Muskeleiweißstoffe ab.
Proteine sind neben Kohlenhydraten und Fetten Hauptbestandteil unserer Nahrung. Der Körper ist auf die ständige Zufuhr von Eiweißen durch die Nahrung angewiesen. Zu den Nahrungsmitteln mit einem hohen Proteingehalt zählen Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse, Kartoffeln, Geflügel, Vollkornbrot und Hülsenfrüchte. Jedes Nahrungseiweiß besitzt eine andere Zusammensetzung der Aminosäuren. Je ähnlicher die Aminosäuren mit dem körpereigenen Eiweiß sind, umso höher ist die biologische Wertigkeit. Tierisches Eiweiß hat eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliches Eiweiß, wobei das Hühnerei die höchste Wertigkeit von 100 besitzt. Durch die Kombination von Lebensmitteln, deren Eiweiße sich ergänzen, kann man die Wertigkeit noch erhöhen. Kartoffeln und Eier kombiniert ergeben eine biologische Wertigkeit von 136.
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