Warum man langsam essen und ausreichend trinken sollte
Grundsätzlich sollte man langsam trinken und auch essen, denn der Körper lässt erst etwa 15 bis 20 Minuten nach dem Beginn des Essens ein erstes Sättigungsgefühl eintreten. Wer die Nahrung zu schnell herunter schlingt, der isst zudem meist automatisch auch zu viel.
Dass schnelle Esser auch häufiger dick zu werden, geht aus einer wissenschaftlichen Studie der japanischen University of Osaka hervor, bei der die Essgewohnheiten von über 3.000 Probanden analysiert wurden.
Wer regelmäßig seine Nahrung viel zu schnell hinunterschlinge, habe ein doppelt so hohes Risiko für Übergewicht, stellen die japanischen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" fest. Menschen, die voller Hektik essen, bis sie sich endlich einmal gesättigt fühlen, haben nach den Studienergebnissen sogar drei Mal so oft Übergewicht wie bedächtige Esser.
Dass langsame Essensgenießer müheloser fit und schlank bleiben, hat einen leicht nachvollziehbaren Grund: In Unabhängigkeit vom Tempo der Nahrungsaufnahme tritt das Sättigungsgefühl tatsächlich erst nach etwa 15 bis 20 Minuten ein. Jemand, der innerhalb von fünf Minuten eine riesige Portion hinunterschlingt, spürt daher nicht, dass er im Grunde genommen schon genug gegessen hat.
Es liegt an den Erfordernissen der Evolution, dass ein "sich überfressen" überhaupt möglich ist: Früher hatten in Hungerzeiten stets diejenigen Menschen einen Vorteil, die in "guten" Zeiten möglichst kalorienreich gegessen hatten. Ein natürlicher Vorratsmechanismus, der im heutigen Überfluss nicht mehr notwendig wäre.
Da Essgewohnheiten schon in der frühen Kindheit geprägt werden, sollte man auch Kinder zu langsamem Essen ermutigen und sie unter keinen Umständen dazu zwingen, ihren Teller leer zu essen.
Erwachsenen, die zum Hinunterschlingen neigen, sei die alte Regel ans Herz gelegt, jeden Bissen zwanzig Mal zu kauen, bevor sie ihn herunterschlucken. Dies kann anfangs tatsächlich dabei helfen, sich eine langsamere und gesündere Nahrungsaufnahme anzugewöhnen.
Überdimensioniert aussehende Portionen auf dem Teller, Essen vor dem Fernseher und zu viel "weiche" Zivilisationskost, die geradezu zum Schlingen einlädt, sollten ebenfalls vermieden werden.
Neben den angenehmen Auswirkungen auf die Figur hat langsames Essen noch einen weiteren positiven Effekt: Die Mahlzeiten haben einen besseren Geschmack!
Schweizer Wissenschaftler fanden kürzlich heraus, dass z.B. Obst, Gemüse und Wein ihr Aroma erst dann vollständig entfalten, wenn sie ca. eine halbe Minute lang im Mund verweilen. So lange brauchen die im Mund angesiedelten Bakterien, um aus geruchlosen Schwefelverbindungen aromatische Stoffe werden zu lassen, die ein intensives Geschmackserlebnis ermöglichen.
Es versteht sich von selbst, dass unter gesundheitlichen Aspekten auch das Trinken langsam und in kleinen Schlucken erfolgen sollte.
Zudem sollte täglich eine ausreichende Flüssigkeitsmenge aufgenommen werden, damit der Körper nicht unnötig dehydriert und alle flüssigkeitsabhängigen Körperfunktionen aufrecht erhalten werden können.
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